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Jens Oliver Krystof

Jens Oliver Krystof
Texter und Redenschreiber
Goch, NRW, Deutschland 2006
Red Couch, Goch's Cycle

Inhaltliche Beschreibung

Mein Name ist Jens Oliver Krystof, ich bin Baujahr 1965, also 41 Jahr alt. Beruflich bin ich selbstständig und zwar als freiberuflicher Texter und Redenschreiber. Wir sind hier im schönen Goch, wo ich seit fünf Jahren mit meiner Familie lebe.

Interview

Was macht das Leben lebenswert?

Vor allem ist mir sehr wichtig, meine Kinder groß werden zu sehen, zu erleben, wie sie sich langsam so in die Welt hineintasten und an den Aufgaben wachsen. Schön ist für mich aber auch, im eigenen Garten mal Tomaten oder Obst zu ernten, was man bedenkenlos essen kann. Das sind so die wichtigsten Sachen.

Was macht das Leben nicht lebenswert?

Vielleicht intolerante Menschen. Unehrlichkeit. So die ganze Hektik, die in den letzten Jahren immer mehr aufgekommen ist. Ich bin eher ein harmoniebedürftiger Mensch und mag es lieber ein bisschen ruhiger.

Was ist Ihre Definition von Glück?

Das ist eigentlich ziemlich einfach. Es war jeweils die Geburt meiner vier Kinder. Da war ich also jedes Mal live dabei und das war einfach ein wahnsinniges Erlebnis. 

Was ist Ihre Definition von Unglück?

Das liegt schon lange zurück. Als ich 16 war ist meine Großmutter mütterlicherseits gestorben. Das hat mich ziemlich mitgenommen. Das war für mich damals eine wichtige Bezugsperson. Das hat mich ziemlich traurig gemacht.

Was ist das Interessanteste, das Ihnen passiert ist?

Es war kurz nach der Geburt unseres letzten Kindes, als wir das Baby vom Krankenhaus mit nach Hause gebracht haben, da war ich unheimlich gespannt, wie unser Hund darauf reagiert. Mit einem Mal so einen Familienzuwachs, mit dem er wohl nicht gerechnet hat. Ich war dann sehr froh, dass er sehr vorsichtig und behutsam auf das Baby reagiert hat. Er hat sich also überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Was ist das Schlimmste, das Ihnen zugestoßen ist?

Eigentlich bin ich froh, dass mir noch nichts so richtig schlimmes passiert ist. 

Was ist das Schlimmste, das Sie getan haben?

Ich habe Landschaftsökologie studiert, sechs Jahre lang und da auch einen guten Abschluss gemacht. Weil ich keinen Berufseinstieg gefunden habe bin ich dann doch in die Selbstständigkeit gegangen in einem ganz anderen Bereich. Da hätte ich dann doch besser was praktischen gelernt, was mit Natur zusammen, vielleicht im Bereich Landwirtschaft oder Gartenbau, Landschaftsgestaltung, das hätte mir vielleicht auch gelegen.

Was ist Ihre größte Angst?

Eine große Angst, die ich habe ist, dass die Welt zu kompliziert wird nach und nach und wir einfach nicht mehr in der Lage sind, die Probleme, die da anstehen, zu lösen. 

Was ist Ihr größter Wunsch?

Dass Deutschland mal wieder einen Politiker bekommt vom Schlag einer Petra Kelly. Ein ganz privater Wunsch wäre, dass nächstes Jahr der erste Roman von mir erscheint.

Wer oder was würden Sie gerne sein?

Vielleicht ein Schmetterling, der einfach unbeschwert in den Tag hineinleben kann.

Was bedeutet Arbeit für Sie?

Ich bin tätig als freiberuflicher Texter und Redenschreiber. Das ist so ein halber Traumberuf, weil zu 80 % ist es doch hartes Alltagsgeschäft. Immer Termindruck, immer neu auf Knopfdruck kreativ sein macht auf Dauer auch nicht soviel Spaß. Meine Zielvorstellung wäre, irgendwann mal vom Bücherschreiben leben zu können. Ich habe schon eine ganze Menge halbfertige Ideen in der Schublade, für die mir im Moment einfach die Zeit fehlt. Mit vier Kindern ist die Zeit einfach knapp. Ich denke da so in Richtung Kinderbuch, anspruchsvoller Familienroman mit ein bisschen Ironie und ein bisschen mit einem kritischen Unterton. Das würde mich reizen und das traue ich mir auch zu. 

Was bedeutet Kunst für Sie?

Kunst ist für mich erst einmal primär die Möglichkeit für einen Menschen, sich selbst zu verwirklichen, sondern erst in zweiter Linie Kunst, die für andere da, die andere genießen können, die andere als Erlebnis für sich mitnehmen. Wichtig ist einfach für mich auch der Freiheitsbegriff dazu. Kunst muss frei sein und darf nicht eingeschränkt werden. Ich denke, nur so kann sich Kunst entfalten.

Was bedeutet Liebe für Sie?

Am tiefsten erfährt man Liebe eigentlich ganz spontan. Oft wird man auch überrascht, wie verliebt man noch ist. Ich bin jetzt elf Jahre verheiratet und auch da kann man noch ganz

Sonstige Fakten

Serie: Gocher Zyklus
Jahr: 2006
Technik: n.n.
Edition/Auflage: n.n.